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Abrechnen und Bezahlen mittels IP-Adresse - Vorteile, Nachteile sowie Risiken vorgestellt

Abrechnen und Bezahlen mittels IP-Adresse

(2014) Das moderne Internet von heute bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, welche es uns erlaubt, den gesamten Alltag weitaus einfacher zu gestalten. So sind Einkäufe, Überweisungen oder Bestellungen über das Internet schon längst eine Selbstverständlichkeit geworden. Doch nicht alles erweist sich im Nachhinein als Vor- oder Nachteil, wobei letztendlich eine nicht unerhebliche Anzahl an Risiken im Verborgenen lauert. Insbesondere finanzielle Angelegenheiten bringen ein gewisses Risiko mit sich, zwar gilt Online-Banking als relativ sicher, doch auch hier lautetet die eindeutige Devise "Dummheit oder Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" und wird leider allzu oft auf die leichte Schulter genommen. Deshalb sollte die Technik beim sogenannten IP-Payment, welches als Bezahlung und Abrechnung mittels eigener IP-Adresse immer mehr an Bedeutung gewinnt auf wichtige Dinge geachtet werden. Neben den damit verbundenen Vorteilen dieser Technik bringt die Methode des IP-Payments natürlich auch gewisse Nachteile und sogar Risiken mit sich, welche Interessenten im weiteren Verlauf noch etwas ausführlicher erläutert werden.

Wie funktioniert eigentlich IP-Payment und wo kann dieses eingesetzt werden?

Bekanntlich dürften erfahrene Internetnutzer den Begriff IP-Adresse weitestgehend kennen, denn sobald Sie eine aktive Verbindung ins Internet aufbauen, wird Ihrem PC, Notebook oder Laptop eine entsprechende Adresse (IP) zugewiesen. Die sogenannte IP (Internet Protocol) bedeutet eigentlich nichts anderes, als Ihre Identifikation (Hausnummer im Netz), welche allenfalls dafür erforderlich wird, um angeforderte Daten auch wirklich zu Ihrem PC übermitteln zu können. Umgekehrt funktioniert das Ganze nach demselben Prinzip. Eine solche IP-Adresse setzt sich letztendlich aus vier Zahlen zusammen, welche zwischen 0 und 255 liegen, wobei diese durch Punkte voneinander getrennt dargestellt sind. Mittels einer solchen IP-Adresse dient beim sogenannten IP-Payment (auch als IP-Billing bezeichnet) zur Identifikation. Ein Beispiel zur Bezahlung mittels IP-Payment veranschaulicht Ihnen die Funktionsweise einer solchen Abrechnungsmethode etwas ausführlicher: Sie rufen gewisse kostenpflichtige Inhalte oder Dienstleistungen über ein derartiges Abrechnungssystem ab, wobei vonseiten des Anbieters (Providers) die entsprechende IP-Adresse Ihres PCs abgespeichert wird, welche Datum sowie Uhrzeit der Besuchszeit festhält. Die eigentliche Kostenabrechnung für die von Ihnen in Anspruch genommene kostenpflichtige Dienstleistung erfolgt im Nachhinein über die gewöhnliche Telefon- oder Internetrechnung des jeweiligen Anbieters, bei dem Sie einen Anschluss nutzen. Damit diese Methode der Abrechnung letztendlich auch tatsächlich funktioniert, bedarf es einer Vereinbarung zwischen dem Provider, welcher die IP-Adresse einem Inhaber des Anschlusses auch wirklich zuordnen kann sowie dem jeweiligen Anbieter dieser kostenpflichtigen Dienstleistung.

Einsatzmöglichkeiten sowie Abrechnung oder Inkasso beim IP-Payment!

Die Einsatzmöglichkeiten beim sogenannten IP-Payment sind breit gefächert und somit für fast alle kostenpflichtigen Inhalte oder Dienstleistungen in Betracht kommt. Das liegt einfach daran, dass bisher keinerlei gesetzliche Regelungen in Kraft getreten sind oder gar Tarifobergrenzen festgeschrieben wurden, welche diese Methode einer Abrechnung infrage stellen könnte. Somit lassen sich sowohl größere Beträge wie auch kleinste Summen, welche als sogenanntes Micropayment bezeichnet werden mittels IP-Payment abrechnen. In der Praxis bedeutet das gleichzeitig, eventuelle Inkasso Forderungen werden im Falle einer IP-Payment angewandten Bezahlmethode vonseiten des Providers übernommen, wodurch sich diese Art der Abrechnung insbesondere für kleinere Internetanbieter einer kostenpflichtigen Dienstleistung als äußerst lukrativ erweist. Mittels einer solchen Abrechnung können gleichzeitig Internetnutzer abgerechnet werden, welche nur über einen DSL-Zugang verfügen, was bedeutet, dass diese als Dialer-Nutzer überhaupt nicht infrage kommen. Anfallende Kosten für angewandtes IP-Payment lassen sich hierdurch problemlos über die normale Rechnung beim Kunden einziehen. Allerdings muss für diese Art der Abrechnung der entsprechende Provider an ein solches Abrechnungssystem angeschlossen sein.

Gefahren und Risiken, welche beim IP-Payment lauern könnten!

Der große Vorteil von IP-Payment für den Verbraucher (Kunden) besteht insbesondere darin, dafür keinerlei spezielle Software (z.B. Dialer) installiert oder eventuelle Änderungen am PC vorgenommen werden müssen. Was auf den ersten Blick hin ganz einfach und bequem klingen mag, birgt aber auch eine Reihe an Risiken und Gefahren in sich, welche das sind, zeigt Ihnen eine nun folgende kurze Auflistung etwas ausführlicher.
  • Für den Fall, dass keinerlei weitere Authentifizierung des Nutzers vorgenommen wird, ist es sogenannten Betrügern ein leichtes, technische Manipulationen mittels AxtiveX oder JavaScript vorzunehmen.
  • Auch ist die Frage weitestgehend ungeklärt, ob eine Identifizierung des Internetnutzers mittels IP-Adresse für einen Vertragsabschluss juristisch gesehen ausreichend sei.
  • Internetnutzer, welche vorwiegend über WLAN ins Netz gehen, gehören zur Risikogruppe, denn hier sind die Schutzmaßnahmen gegen unberechtigtes Eindringen nur sehr schlecht gegeben.